Natufaktur ist eine genial einfache Methode, den Garten nachhaltig zu bewirtschaften und daraus einen guten Ertrag zu erzielen. Die Natufaktur, ein Kunstwort aus den Wortteilen Natur und faktum (das Gemachte), ist das Ergebnis eines jahrelangen Experimentierens mit verschiedenen Alternativen zum konventionellen Gärtnern in den Steinschaler Gärten.
Die Natufaktur-Methode
Die Natufaktur-Methode ist dabei nicht durch Ansammeln von vielen Regeln und Tricks entstanden, sondern durch Weglassen. Weglassen von übertriebenem Gießen, von Dünger-Extragaben, von Unkraut-Razzien und auch von Gestaltungs-Orgien. Man sieht der Natufaktur an, dass etwas an dem Garten anders ist. Hintergrundinfos dazu lesen Sie übrigens auch hier im Steinschaler Wiki.
Mini-Ökosystem verstehen: Gartenführung
Um zu verstehen, wie dieses Mini-Ökosystem (trotzdem) funktioniert, ist eine Gartenführung der ideale Einstieg. Die Angebote sind individuell abänderbar, der Renner ist allerdings die Gartenführung durch den Natufaktur-Vordenker Hans Weiß, der auch der Hausherr der Steinschaler Hotels ist.
- ca. 20.000 m² im Steinschalerhof
- ca. 1.000 verschiedene Pflanzen
- Bio Naturgarten
- mehr dazu im Wiki: Steinschaler Gärten
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Was macht einen echten Naturgarten aus?
Ein echter Naturgarten zeichnet sich durch eine hohe Biodiversität aus. Dies wird erreicht durch den völligen Verzicht von Chemie und Mineraldünger sowie vielen Strukturelementen (Biotope). Ziel ist, der Natur möglichst viel Raum zu lassen.
In den Steinschaler Naturhotels bedeutet dies konkret: Wir arbeiten ohne Kunstdünger und Herbizide sowie ohne Pestizide. Dafür fördern wir den Humusaufbau und setzen auf regionale, samenfeste Pflanzen. Unser Ziel ist ein möglichst geringer Arbeitseinsatz, bei dem die Erde nicht umgestochen wird, um das Bodenleben zu schützen.
Wie interpretiert Steinschaler das Konzept Naturgarten?
Wir Steinschaler sehen den Naturgarten als dreistufiges Konzept aus: sinnvoller Nutzung, konsequentem Erhalt und aktiver Wissensvermittlung der Natur.
Wir nutzen die Natur (Wildkräuter in unserer „Naturküche“). Dadurch erhalten wir Pflanzen und ihre Sortenvielfalt. Bei Gartenführungen und Vorträgen wird dieses Wissen über die Natur vermittelt. Es ist ein lebendiges Ökosystem, das Seminargäste und Urlauber gleichermaßen inspiriert.
Was ist die Steinschaler Natufaktur?
Natufaktur ist eine Wortkreation der Steinschaler Naturhotels, die – angelehnt an „Manufaktur“ (handgemacht) – für das Prinzip „Die Natur macht es!“ steht.
Anstatt gegen die Natur zu arbeiten, lassen wir sie für uns arbeiten. Unsere Philosophie ist es, in den Garten nur so viel einzugreifen, wie es unbedingt nötig ist. Der Rest wird den natürlichen Prozessen überlassen.
Wie unterscheidet sich die Optik der Naturgärten von konventionellen Gärten?
Die Optik der Naturgärten hat eine wilde, strukturreiche Ästhetik. Dafür hilft die pfluglose Bewirtschaftung und das Zulassen sich ergebender Strukturen. Damit sind einzelne Gartenbesucher/innen, die nur “geschleckte Gärten” kennen, am ersten Blick oft irritiert. Wird dann das Konzept des Naturgartens jedoch verinnerlicht, sind diese dann sehr oft umso mehr davon begeistert.
Da wir die Erde nicht umstechen und nach dem Prinzip des „Faulen Gärtnerns“ nur minimal eingreifen, entstehen keine „aufgeräumten“ Beete, sondern lebendige Pflanzenräume. Diese gelebte ökologische Haltung sorgt für ein Erscheinungsbild, das sich deutlich von geschniegelten Ziergärten abhebt. Der Naturgarten hat kein ordentliches Erscheinungsbild, aber sehr wohl Struktur, welche der Natur ganz entscheidend hilft (Biotope als Quartiere von Lebewesen und Pflanzen).
Warum sind die Steinschaler Gärten nachhaltig?
Die Steinschaler Gärten sind u.a. nachhaltig, weil:
- durch das Mulchen wird viel CO2 im Boden gebunden.
- keinerlei Chemie oder Mineraldünger verwendet werden.
- die Bewässerung nicht notwendig ist, da durch das Mulchen auch ein sehr hoher Humusanteil im Boden ist.
Samen aus dem eigenen Garten (d.h. samenfeste Pflanzen) verwendet werden. - insgesamt mit sehr wenig Arbeitsaufwand agiert wird.
- die Lieferung der Ernte CO2-frei in die Steinschaler Küche (fußläufig erreichbar) erfolgt.
- die Förderung der Biodiversität höchsten Stellenwert hat (z.B. Populationserhöhung durch Struktur und Nahrung).
Was bedeutet "Faules Gärtnern"?
Das Konzept des „Faulen Gärtnerns“ und der pfluglosen Wirtschaft basiert darauf, den Boden nicht umzugraben, um das empfindliche Bodenleben zu schützen und Arbeitskraft zu sparen. Alle unnötigen Arbeiten im Garten, die für die Biodiversität destruktiv sind, werden penibelst vermieden. Ein Beispiel dazu: Der Garten wird im Herbst nicht “abgeräumt”. Den Garten im Herbst zusammenzuräumen ist ein Hochverrat an der Natur.
Unsere Maxime lautet: „Mulchen, Mulchen, Mulchen.“ Indem wir den Boden nicht wenden, bleiben die Mikroorganismen in ihren optimalen Schichten erhalten. Das erspart viel Arbeit und fördert massiv die Bodenfruchtbarkeit. Außerdem wird dadurch massiv Humusaufbau betrieben.